“Pressemitteilung: Ein Jahr ohne getötete Radfahrende”

Die Initiative Ghostbikes Frankfurt ist erfreut, dass es im Jahr 2025 keinen tödlich verunglückten Radfahrer und keine tödlich verunglückte Radfahrerin im Straßenverkehr in Frankfurt am Main gab. Diese Entwicklung ist ein ermutigendes Signal für alle, die sich seit Jahren für mehr Verkehrssicherheit einsetzen.

Aus Sicht der Initiative ist dieser positive Befund auch im Zusammenhang mit den vielfältigen Maßnahmen der Stadt Frankfurt zu sehen, die in den vergangenen Jahren zur Verbesserung der Sicherheit des Radverkehrs umgesetzt wurden. Der Ausbau und die bessere Gestaltung von Radwegen sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung tragen dazu bei, das Risiko schwerer Unfälle zu reduzieren.

Gleichzeitig mahnt die Initiative Ghostbikes Frankfurt, diesen Erfolg nicht als Anlass zur Selbstzufriedenheit zu nehmen. Die seit Jahren unverändert hohe Zahl an Verkehrsunfällen mit verletzten, teils schwer verletzten Radfahrenden zeigt deutlich, dass noch immer erheblicher Handlungsbedarf besteht. Jeder Unfall mit Verletzten ist einer zu viel.

Die Initiative fordert Politik und Verwaltung daher auf, den eingeschlagenen Weg entschlossen fortzusetzen und weiter in eine sichere, durchgängige und fehlerverzeihende Verkehrsinfrastruktur zu investieren – mit dem Ziel, schwere und tödliche Unfälle dauerhaft zu verhindern. Insbesondere die flächendeckende Einführung von Tempo 30 dort, wo es die Novelle der Straßenverkehrsordnung zulässt, sollte mit Hochdruck verfolgt werden.

„Dass es 2025 keine tödlichen Unfälle mit Radfahrenden gab, gibt Hoffnung und zeigt, dass Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit wirken können“, erklärt Falko Görres, Mitglied der Initiative. „Zugleich erinnern die vielen Verletzten daran, dass sichere Infrastruktur, klare Regeln und gegenseitige Rücksichtnahme weiter konsequent vorangetrieben werden müssen. Ziel muss die ‚Vision Zero‘ sein, also null Verkehrstote und null Schwerverletzte“.

In Gedenken an die verletzten und getöteten Radfahrenden wird die Initiative auch dieses Jahr wieder den „Ride of Silence“ veranstalten. Die Gedenkfahrt wird am 20. Mai stattfinden.